Auszug aus der Pressemeldung des
"Hessisches Ministerium fĂŒr Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz" vom 06.08.2020

Das Hessische Umweltministerium hat ab heute die erste von zwei Alarmstufen, Alarmstufe A, fĂŒr die Forstverwaltung in Hessen ausgelöst. Die Aussicht auf ein Anhalten der Wetterlage ohne grĂ¶ĂŸere landesweite NiederschlĂ€ge macht diesen vorsorgenden Schritt erforderlich. Ein vorĂŒbergehender RĂŒckgang der Temperaturen und lokale, geringe NiederschlĂ€ge am Wochenende und zu Wochenbeginn haben zu keiner Entspannung der Waldbrandgefahr gefĂŒhrt. Weite Teile Hessens sind seit Wochen ohne ergiebige NiederschlĂ€ge geblieben. Der gesamte Juli brachte fĂŒr Hessen nur rund 1/3 der durchschnittlichen NiederschlĂ€ge. Bedingt durch das Andauern der trockenen Witterung verschĂ€rft sich die Waldbrandgefahr in ganz Hessen.

Das Ministerium bittet alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Im Wald ist das Rauchen grundsĂ€tzlich nicht gestattet. Außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen darf kein Feuer entfacht werden. Auf den GrillplĂ€tzen sollte darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und dass das Feuer beim Verlassen des Grillplatzes richtig gelöscht wird. FĂŒr die im Einzelfall erforderliche Schließung von Grillstellen in besonders brandgefĂ€hrdeten Waldgebieten bzw. Waldrandbereichen wird bereits jetzt um VerstĂ€ndnis gebeten. Bereits bestehende EinschrĂ€nkungen sind unbedingt einzuhalten. Im Ausnahmefall ist auch die vorĂŒbergehende Sperrung von Waldwegen und WaldflĂ€chen nicht ausgeschlossen.

Waldbrandgefahr geht ebenfalls von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben, aber insbesondere auch entlang von Straßen durch achtlos aus dem Fenster geworfenen Zigarettenkippen aus. Alle Waldbesucher werden zudem gebeten, die Zufahrtswege in die WĂ€lder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkws dĂŒrfen nur auf den ausgewiesenen ParkplĂ€tzen abgestellt werden. Die Fahrzeuge sollten nicht ĂŒber trockenem Bodenbewuchs stehen. Mit dem Ausrufen der zweithöchsten Alarmstufe wird u.a. sichergestellt, dass die besonders gefĂ€hrdeten Waldbereiche verstĂ€rkt ĂŒberwacht werden. Die Forstverwaltung stellt zudem die technische Einsatzbereitschaft sicher und intensiviert den Kontakt zu den örtlichen Brandschutzdienststellen.

Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverzĂŒglich die Feuerwehr (Notruf 112) zu informieren.

 

 

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